Über Zeit, Motivation, Verständnis – alles eine Frage der Erfahrung?

Soeben habe ich diesen Satz als Kommentar im Blog eines Mit-Mooc-Newbies geschrieben und möchte mir den gerne hier für mich ganz oben auf die virtuelle Pinnwand heften und mich immer wieder daran erinnern:

„[…] denn der Grund für mein Bloggen liegt erstmal darin, Gelesenes, Gedachtes, Erfahrenes zu reflektieren, um nachhaltig zu lernen […]

Es ist fünf Tage her, dass ich hier schreibend reflektiert habe. Es gab genug Anlässe, doch Zeit und Motivation fehlten. Zeit? Ein wichtiges Thema für mich. Mein Zeitmanagement. Nachdem ich in der ersten Woche mich ganz hab reinfallen lassen ins moocen und es auch von der Zeit her excessiv betrieben habe, bin ich in den letzten Tagen ruhiger geworden. Dennoch lese ich jeden Tag sehr, sehr viel: wissenschaftliche Artikel und Bücher, Blogbeiträge und Kommentare, Diskussionsstränge auf Google+, alle Tweets zu #mmc13 und dazu noch Moodle.

Wenn ich nicht vor dem Rechner oder über Büchern sitze, arbeitet all das Gelesene und dadurch angeregtes Gedachtes immer weiter in mir. Das ist der Arbeitsflow wie ich ihn liebe! Monatelang gabs nix Vergleichbares und jetzt bin ich wieder mitten drin – herrlich.

Diesmal bin ich viel mehr schon zu Beginn des sechswöchigen Hausarbeitszeitraumes mitten im Thema drin. Trotz Informationsüberflutung bin ich gelassen, denn ich weiß, dass sich das Puzzle in den nächsten Wochen Stück für Stück zusammen setzen wird und ein fertiges Produkt rechtzeitig dabei heraus kommen wird.

Im Sommer habe ich zuletzt geforscht und zwei Hausarbeiten geschrieben. Jedoch ist nichts vergleichbar mit dem, was ich jetzt grade erlebe. Damals war ich nicht so sehr inspiriert. Die Selbstzweifel zu Beginn waren stark und der Arbeitsprozess war ein ganz schöner Kampf dagegen. Jetzt ist er zwar richtig, richtig anstrengend, aber es fühlt sich alles „richtig“ an. Das ist ein herrliches Gefühl.

Der Kurs #mmc13 kommt einfach genau zur richtigen Zeit. Nicht nur, dass es thematisch den Inhalt meiner derzeitigen Arbeit berührt. Es verändert sich vor allem mein eigenes Lernen und Studieren durch all das, was ich zur Zeit über das digitale Lernen lerne, weil ich es direkt einübe, all die virtuellen Begegnungen, die mir Mut machen, Vorbilder sind, die mir einfach zeigen: So gehts!, und natürlich die Geschwindigkeit, mit der ich brauchbare Quellen finde nicht zu vergessen.

Diese Erfahrung mit Social Media mache ich in der Intensität zum ersten Mal. Daher bin ich auch sehr euphorisch, wenn ich darüber rede und schreibe. Die Menschen meiner näheren Umgebung, die mich sehr gut kennen, sind grade jetzt sehr vorsichtig und skeptisch und denken sich wohl: „Na, hoffentlich vergisst sie das Hausarbeit schreiben nicht, wenn sie den ganzen Tag nur Twittert und so.“ Die Argumente aus dem obigen Absatz habe ich alle in mehreren Formen schon geäußert. Das ist auch wichtig, dass sie mich verstehen, denn schließlich sind es die Menschen, die mir grade ermöglichen, Zeit zu finden für all das hier, indem sie meinen Sohn wann immer es geht betreuen.

Das Verstehen ist jedoch ein ernsthaftes Problem: Wie kann jemand Verständnis für etwas bekommen, wenn er selbst es nicht erfährt?

Mit dieser Frage möchte ich diesen Beitrag beenden. Denn sie fasst zusammen, was in mir seit 11 Tagen an Verständnis wächst: Moocen, wie es hier durch den #mmc13 ermöglicht wird, setzt gegenwärtig Bildungsprozesse in Gang, die zukünftiges Lernen und Lehren sowie die Zukunft der Bildung insgesamt nachhaltig verändern wird.

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2 Gedanken zu „Über Zeit, Motivation, Verständnis – alles eine Frage der Erfahrung?

  1. Pingback: Meine Erfahrungen mit Lehren und Lernen « Apanat – Notizen zur Meinungsbildung

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