Sich selbst aktivieren und organisieren

Das Thema des heutigen Tages ist für mich Selbstorganisation. „Wie aktiviere ich mich selbst?“ fragte ich vorhin per Twitter und hatte es damit schon getan. Von den heutigen Diskussionen auf Twitter habe ich diese Frage am deutlichsten wahrgenommen: Sind die Veranstalter eines Mooc’s dafür verantwortlich , dass auch die stillen Zuschauer zu aktiven Teilnehmern werden? Ich denke nicht, dass sie dafür verantwortlich sind, jedoch merke ich an mir selbst, dass die Veranstalter durch ihre Aktivitäten und die Art ihres Schreibens, ihre Reaktionen oder einfach durch ihren Esprit motivieren können, aktiv mitzumachen.

Ein letzten Endes als „gut“, „erfolgreich“ oder wie auch immer positiv bewerteter Mooc erfordert dann vielleicht auch, dass die Veranstalter eben dies können – motivieren, anstubsen und unterstützen. Die vielen schon erfahrenen und aktiven Teilnehmer haben diese „Macht“ übrigens ebenso.

Die Verantwortung für meine Aktivitäten, Motivationen und schließlich mein Lernen bleibt natürlich bei mir selbst. Damit bin ich wieder beim Thema: Selbstorganisation. Schon heute früh setzte ich mir als Ziel, für die Mooc-Zeit Lernziele festzulegen (zu was aktiviere ich mich) und Zeiten zu bestimmen, in denen ich über Moocs lese, blogge und twittere (wie weit aktiviere ich mich). Denn mal abgesehen davon, dass ich tagsüber Bauklotztürme aufzubauen und Lego-Kunstwerke zu gestalten habe, ist Bildungsziel Nummer 1 das Verfassen einer 15seitigen Arbeit.

Es ist toll, dass ich meine Erfahrungen durch das Miterleben eines Moocs und so wertvolle Links wie heute zum Artikel von Stephen Downes dafür nutzen kann. Jetzt sollte ein nächster Schritt sein, meine bildungstheoretische Arbeit weiter voran zu treiben und womöglich spendet diese dann auch dem Mook-Maker Course ein wenig was?

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2 Gedanken zu „Sich selbst aktivieren und organisieren

  1. Liebe Katja,
    deine Bemerkungen regen mich zum Nachdenken an.
    Bei der Frage nach dem „Erfolg“ eines MOOC wird oft über eingeschriebene Teilnehmerzahlen und andere Kennzahlen gesprochen. Ich meine, dass man auch über eine qualitative Bewertung nachdenken sollte. Wie die aussehen könnte, müsste man sich überlegen.
    Das Schöne bei einem MOOC ist, dass jeder einzelne, egal wie viel Vorwissen und Erfahrung er mitbringt, für das Gelingen das Ganzen wichtig und gewissermaßen unersetzliche (weil einzigartig) ist. Überspitzt könnte man vielleicht sogar sagen, dass die Lurker die aktiven Teilnehmer motivieren, Kenntnisse und Ideen zu entwickeln und zu veröffentlichen.
    Die Frage “Wie aktiviere ich mich selbst?” habe ich ansatzweise in meiner Mind Map zum Thema „Lernziele“ behandelt. Vielleicht magst du sie dir mal anschauen? Hier ist der Link:
    Lernziele_MMC13
    Zum Schluß noch eine Frage: Kennst du die Activity Theory und die Arbeit von Yrjö Engeström? Wenn ja, denkst du, dass diese Theorie im Kontext eines MOOC hilfreich sein kann, um neue Erkenntnisse über die Funktionsweise und die Interaktionen zu gewinnen?

  2. Hallo Diethild,
    vielen Dank für den Tipp mit der Activity Theory. Kannte ich noch nicht und habe heute früh gleich mal recherchiert. Unsere Bibliothek an der FernUniversität in Hagen hat tatsächlich einiges darüber und auch Werke von Engeström. Da sie eventuell auch gut zu meiner Arbeit passen, werde ich mich erst ein wenig mehr einlesen, bevor ich auf Deine Frage antworte.

    Dass sich der Erfolg mehr an qualitativen Maßstäben richten sollte als an quantitativen sehe ich ebenso. Aber lassen sich diese so einfach definieren bei einem Mooc? Die Vielfalt der Herangehensweisen, Interessen, Vorlieben einer so heterogenen Teilnehmerstruktur könnten es u.U. unmöglich machen, dass sinnvolle Kriterien für eine Bewertung aufgestellt werden können. Hm, das trifft es nicht ganz. Bei mir schrillen zur Zeit einfach Alarmglocken, wenn ich „Bewertung“ höre. Wenn Kriterien aufgestellt werden, die die Vielfalt der Interessen und Ziele berücksichtigen und der Erfolg dann z.B. per Fragebogen oder Beobachtern von außen gemessen wird, bleiben dann nicht dadurch viele Aspekte unberücksichtigt? Einfach, weil der Blick auf etwas eingeengt wird und dadurch womöglich Unvorhergesehenes nicht beachtet wird?

    Mein Eindruck nach drei Tagen Mook-Maker Course ist, dass es zum Wesen eines Moocs dazu gehört, dass viel Unvorhergesehenes geschehen kann und dass grade darin auch ein Mehrwert eines Moocs gegenüber anderen Formaten liegt – oder besser: liegen kann. Denn auch das würde ich nicht als Kriterium festzurren wollen!

    Liebe Grüße
    Katja

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